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Team Tag im ZiP des UKSH am Campus Lübeck

Der Team-Tag im Zentrum für integrative Psychiatrie (ZiP) am Universitätskrankenhaus Schleswig-Holstein (UKSH) Campus Lübeck stand unter dem Motto "Genesungsbegleitung impementieren" und lief als Workshop den ganzen Tag. Dabei war das Hauptaugenmerk auf den Psychose-Track gelegt worden.

 Morgens um 8:30 Uhr trafen Reiner und Bernd Andreas beim UKSH ein. Eine gute Zeit, wie sich zeigte, denn so konnten wir noch etwas frische Luft und die ersten Eindrücke der dortigen Psychiatrie in uns aufnehmen. Viertel vor neun gingen wir in das Haus, in dem der Psychose-Track untergebracht wurde. Wir wurde bereits erwartet, sofort von der Oberärztin begrüßt und von ihr persönlich in den Gruppenraum gebracht. Auch wenn dieser direkt unter dem Dach lag, wurde es in dem Raum den ganzen Tag nie so heiß, dass man nicht darin hätte arbeiten können. Das war unsere erste Befürchtung, als wir den Raum betraten. Die gute Durchlüftung durch Öffnen aller Fenster sorgte für frische Luft den ganzen Tag über.

Pünktlch um 9:00 Uhr begannen wir mit einer Vorstellungsrunde. Mit Hilfe von Dixit-Karten sollten die Teilnehmenden sich äußern, wass sie von Genesungsbegleitung wissen und wie lange sie Genesungsbegleitung bereits kennen. An einer Schnus, die als Zeitstrahl von 15 Jahren markiert war sollten sie schließlich ihre Karten dort ablegen, wo sie denken, dass sie zum ersten Mal von dem Thema erfahren hatten. Erstaunlich war, dass die meisten Karten ziemlich in der Nähe der Markierung "heute" lagen.

Schnur mit abgelegten Dixitkarten

Schnur mit abgelegten Dixit-Karten.

 

Die erste Einheit nach dieser Runde war die Erarbeitung des gemeinsamen Wissens über Genesungsbegleitung und welche möglichen Tätigkeiten die Teilnehmenden für einen künftigen Genesungsbegleiter sehen. Die möglichen Tätigkeiten füllten am Ende fast eine ganze Seite am Flipchart. Nach einer 15 Minütigen Pause ging es an das Zusammentragen möglicher Stolpersteine oder Hindernisse, die der erfolgreichen Einbindung eines Genesungsbegleiters im Wege stehen könnten. All dieses wurde in der unter Genesungsbegleitern bewährten "Ich Ich-Du Wir-Methodik" durchgeführt. Die möglichen Hindernisse wurden dabei in drei Bereiche aufgeteilt:

- Welche Hindernisse gibt es durch die Institution?

- Welche Hindernisse könnten im Team bestehen?

- Welche Hindernisse könnten in mir persönlich bestehen?

Jeder der Teilnehmenden sollte seine Position anhand eines Stuhles bekräftigen. Dazu standen in der Mitte drei Stühle (Institutionell, Team, persönlich) auf die sich die Teilnehmden setzen. Hatten sie ein persönliches Hindernis erfasst, saßen sie auf dem Stuhl für persönlich, usw.

Um 12:15 Uhr gingen wir gerade rechtzeitig in die Mittagspause, denn es wurde eine Lieferung Pizza vom Pizzadienst erwartet. Nach einer Stunde Frischluft mit guten Gesprächen und frisch gestärkt ging es in Richtung Lösungsansatz der Hindernisse.

Zur Lockerung der angespannten Muskeln und um das Mittagstief zu umgehen startete eine Teilnehmerin eine Runde "Ich fahre auf eine Insel und nehme mit..." - wobei die möglichen "Artikel" durch Bewegungen symbolisiert wurden.

In der dritten Einheit teilten sich die Teilnehmenden in drei Gruppen ja nach der Fragestellung auf und besprachen Lösungsansätze für die Hindernisse. Danach wurden die Ergebnisse von einem Sprecher der jeweiligen Gruppe zusammengetragen.

15 Minuten Pause zum Erholen und frische Luft schnappen waren viel zu kurz. Dann sollten die erste Schritte zur Umsetzung in die Praxis erörtert werden. Hier spürte man den großen Elan und die große Begeisterung für die Idee der Genesungsbegleitung. Manche konnten es kaum erwarten endlich anzufangen.

Dies kam auch in der Abschlußrunde immer wieder zur Sprache und wir bekamen viel Lob und Anerkennung für unsere Arbeit an diesem Tag.

Fazit: Wieder einmal konnten wir eine Einrichtung von der Notwendigkeit von Genesungsbegleitung überzeugen und auf den ersten Schritten begleiten. Jetzt liegt an den Menschen vor Ort das umzusetzen. Unser Signal gilt: Zu Fragen und Nebenwirkungen lesen Sie unsere Internetseite oder fragen Sie einen Genesungsbegleiter.


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